Nachruf …
Als wir die Nachricht erhielten, dass Toni Ehammer am 7. August 2011 verstorben ist, konnten wir es nicht glauben – noch wenige Wochen zuvor war er bei uns gewesen, hat sich intensiv an den Gesprächen und Diskussionen beteiligt. Eine Aktion Leben Salzburg ohne Toni? – Unvorstellbar!

Er war nicht nur ein „Gründervater“ der Aktion Leben Salzburg, er hat den Verein zunächst als stellvertretender Obmann, dann als Obmann geleitet – immer wieder auch als rettender Anker in Krisenzeiten. Sein besonderes Interesse galt immer dem Kern unserer Arbeit, dem Werden des Lebens und den Bedrohungen, denen es ausgesetzt ist, wie zum Beispiel der genetischen Manipulation. So war er auch als Referent für uns im Einsatz, ist als ausgebildeter Ehe- und Familienberater bei Beratungsengpässen (in Krankenstands- oder Urlaubszeiten) eingesprungen.

Toni war in der ganzen Erzdiözese bekannt – wo immer man mit ihm hinkam, öffneten sich die Türen und Herzen. Im Jänner 2010 hatte ihm

Übergabe des goldenen Ehrenzeichen an Toni Ehammer

Übergabe des goldenen Ehrenzeichen an Toni Ehammer

unser Erzbischof Dr. Alois Kothgasser den Rupert- und Virgilorden überreicht. Damit wurde sein Leben im Dienst für die Kirche gewürdigt.

Zahlreich und vielfältig sind die Stationen seines Lebens: Theologiestudium, Ent¬wicklungshilfedienst in Papua Neuguinea, Religionslehrer in der Hauptschule Taxham, Diözesansekretär der Kath. Männerbewegung, Ausbildung zum Ehe- und Familienberater, Leiter des BONDEKOS, Geschäftsführer der Diözesankommission für Weltkirche und Entwicklungszusammenarbeit. Neben dem beruflichen Engagement war er immer ehrenamtlich tätig – für die Aktion Leben, für die Pfarrgemeinde Salzburg-Parsch, viele kennen ihn auch als „Anklöpfler“ …

Toni konnte für viele auch als Ehemann und Vater ein Vorbild sein, so hat er – ohne großes Aufheben, ganz selbstverständlich – als seine Frau wieder in ihren Beruf als Kranken¬schwester einstieg, seine Berufstätigkeit reduziert, damit die vier Kinder trotzdem gut betreut und versorgt werden konnten!

Anlässlich der Ordensverleihung sagte der Laudator, Bischofsvikar Prälat Dr. Hans Reißmeier über ihn, er sei ein „solidarischer Mensch“. Besser kann man Toni nicht beschreiben!
Danke, lieber Toni!

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